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Was ist Kurrentschrift?

Kurrent, auch deutsche Kurrentschrift, war über Jahrhunderte die übliche Schreibschrift in Deutschland und Österreich. Der Name kommt vom lateinischen „currere“, laufen: Die Buchstaben werden in einem Zug verbunden.

Ab 1915 lernten Kinder in Preußen die rundere Sütterlinschrift, andere Länder folgten. 1941 wurden die deutschen Schriften an Schulen verboten. Ältere Urkunden, Kirchenbücher und Briefe aus dem 19. Jahrhundert sind deshalb fast immer in Kurrent geschrieben.

So erkennen Sie Kurrent

Die Schrift ist spitz, eng und stark nach rechts geneigt. Typisch sind lange Ober- und Unterlängen, ein e aus zwei kurzen Strichen, das leicht mit n verwechselt wird, und das lange ſ, das wie ein f ohne Querstrich aussieht. Über dem u steht oft ein kleiner Bogen, damit man es vom n unterscheiden kann.

Großbuchstaben sind verschnörkelt und unterscheiden sich am stärksten von heute. Fangen Sie deshalb mit den Kleinbuchstaben an und vergleichen Sie mit dem Alphabet der deutschen Schrift.

Typische Dokumente in Kurrent

Tauf-, Heirats- und Sterbeeinträge aus Kirchenbüchern, Grundbuchauszüge, Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg, Lebensläufe, Rezeptbücher und Familienbriefe. Laden Sie oben ein Foto hoch: Sie erhalten den Text Wort für Wort in heutiger Schrift, eine Fassung in heutigem Deutsch und Erklärungen zu alten Wörtern, Abkürzungen und Orten.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Kurrent und Sütterlin?+

Sütterlin ist eine vereinfachte Form der Kurrent aus dem Jahr 1911. Kurrent ist spitz und stark nach rechts geneigt, Sütterlin steht senkrecht und ist runder. Viele Buchstaben sind gleich aufgebaut, wer eine Schrift lesen kann, liest die andere meist schnell mit.

Wie lange wurde Kurrent geschrieben?+

Vom 16. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert. In Deutschland wurde Kurrent ab 1915 nach und nach von Sütterlin abgelöst, 1941 wurden beide an Schulen verboten. In Österreich blieb Kurrent länger üblich.

Was kostet die Übertragung?+

Die erste Seite ist kostenlos. Weitere Seiten gibt es ab 1,99 €; den Preis sehen Sie, bevor Sie sich entscheiden.

Welche Dokumente kann ich hochladen?+

Briefe, Postkarten, Feldpost, Tagebücher, Tauf- und Trauscheine, Kirchenbuch-Auszüge und Urkunden, als Foto oder PDF.

Mein Dokument stammt aus Österreich. Gibt es dafür eine eigene Seite?+

Ja, unter allesklar.ai/at/kurrentschrift-uebersetzen erklären wir auch österreichische Wörter, Ämter und alte Währungen wie Gulden und Kronen.